Lukas 24

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Lukas 24 sammelt Auferstehung, geöffnete Schrift, brennende Herzen und beauftragtes Zeugnis in ein Kapitel des erschütternden Wiedererkennens.

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Lukas 24 erlaubt nicht, die Auferstehung wie einen Bericht aus sicherer Entfernung abzulegen. Es drängt Erkennen, Auslegung und Zeugnis so eng zusammen, bis der auferstandene Christus zum Schlüssel der ganzen Geschichte wird. In Lukas 24:5-7 muss selbst das leere Grab ausgelegt werden: Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Dann wird es auf dem Emmausweg schmerzhaft aufschlussreich. In Lukas 24:25-27 entlarvt Jesus Herzen, die zu langsam sind, allem zu glauben, was die Propheten geredet haben. Traurigkeit in der Nähe der Wahrheit ist noch nicht dasselbe wie Erkenntnis. In Lukas 24:30-32 brennen die Herzen, als die Schrift geöffnet und das Brot gebrochen wird. Schließlich zeigt Lukas 24:44-49, dass Buße, Vergebung und Zeugnis für die Völker aus dem Christus hervorgehen, der Gesetz, Propheten und Psalmen erfüllt hat. Lukas 24 ist wichtig, weil es fragt, ob du Auferstehung nur als Staunen willst oder ob du bereit bist, vom auferstandenen Christus die ganze Bibel neu lesen und dich neu senden zu lassen.

Wie sich das Kapitel entfaltet

Das Kapitel führt vom leeren Grab über den Emmausweg zum auferstandenen Christus unter den Jüngern und zur Öffnung ihres Verständnisses für die Schrift.

Warum dieses Kapitel wichtig ist

Es ist wichtig, weil es zeigt, dass der auferstandene Christus der Schlüssel sowohl zur Schrift als auch zur Sendung ist.

Auslegungsfrage im Blick behalten

Das Kapitel darf nicht als bloßes Auferstehungsstaunen ohne Auslegung gelesen werden. Jesus bindet die Auferstehungswirklichkeit fortwährend an die geöffnete Schrift.

Fragen zu diesem Kapitel

  • Warum verbindet Lukas 24 die Auferstehung immer wieder mit der Schrift statt sie bei Staunen zu belassen?
  • Wie entlarvt die Emmausgeschichte den Unterschied zwischen Trauer in Jesu Nähe und wirklicher Erkenntnis?
  • Was offenbart das Kapitel darüber, dass Zeugnis aus geöffnetem Verstand und geöffneter Schrift geboren wird?

Mit Kontext studieren

Nutze dies als Kapitel-Leitfaden und gehe dann tiefer in den Text selbst. Ziel ist es, die Beobachtung zu verlangsamen, die Struktur wahrzunehmen und bessere Fragen zu stellen, bevor man vorschnell zu Schlussfolgerungen kommt.

1 Aber am ersten Tage der Woche sehr früh kamen sie zum Grabe und trugen die Spezerei, die sie bereitet hatten, und etliche mit ihnen. 2 Sie fanden aber den Stein abgewälzt von dem Grabe 3 und gingen hinein und fanden den Leib des HERRN Jesu nicht. 4 Und da sie darum bekümmert waren, siehe, da traten zu ihnen zwei Männer mit glänzenden Kleidern. 5 Und sie erschraken und schlugen ihre Angesichter nieder zur Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten? 6 Er ist nicht hier; er ist auferstanden. Gedenket daran, wie er euch sagte, da er noch in Galiläa war 7 und sprach: Des Menschen Sohn muß überantwortet werden in die Hände der Sünder und gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen. 8 Und sie gedachten an seine Worte. 9 Und sie gingen wieder vom Grabe und verkündigten das alles den Elfen und den andern allen. 10 Es war aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und andere mit ihnen, die solches den Aposteln sagten. 11 Und es deuchten sie ihre Worte eben, als wären's Märlein, und sie glaubten ihnen nicht. 12 Petrus aber stand auf und lief zum Grabe und bückte sich hinein und sah die leinenen Tücher allein liegen; und ging davon, und es nahm ihn wunder, wie es zuginge. 13 Und siehe, zwei aus ihnen gingen an demselben Tage in einen Flecken, der war von Jerusalem sechzig Feld Wegs weit; des Name heißt Emmaus. 14 Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten. 15 Und es geschah, da sie so redeten und befragten sich miteinander, nahte sich Jesus zu ihnen und wandelte mit ihnen. 16 Aber ihre Augen wurden gehalten, daß sie ihn nicht kannten. 17 Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Reden, die ihr zwischen euch handelt unterwegs, und seid traurig? 18 Da antwortete einer mit Namen Kleophas und sprach zu ihm: Bist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen darin geschehen ist? 19 Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesus von Nazareth, welcher war ein Prophet mächtig von Taten und Worten vor Gott und allem Volk; 20 wie ihn unsre Hohenpriester und Obersten überantwortet haben zur Verdammnis des Todes und gekreuzigt. 21 Wir aber hofften, er sollte Israel erlösen. Und über das alles ist heute der dritte Tag, daß solches geschehen ist. 22 Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern; die sind früh bei dem Grabe gewesen, 23 haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, welche sagen, er lebe. 24 Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe und fanden's also, wie die Weiber sagten; aber ihn sahen sie nicht. 25 Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren und träges Herzens, zu glauben alle dem, was die Propheten geredet haben! 26 Mußte nicht Christus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen? 27 Und fing an von Mose und allen Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren. 28 Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hineingingen; und er stellte sich, als wollte er weiter gehen. 29 Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. 30 Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen. 31 Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. 32 Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffnete? 33 Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten wieder gen Jerusalem und fanden die Elf versammelt und die bei ihnen waren, 34 welche sprachen: Der HERR ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen. 35 Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wäre an dem, da er das Brot brach. 36 Da sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach: Friede sei mit euch! 37 Sie erschraken aber und fürchteten sich, meinten, sie sähen einen Geist. 38 Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz? 39 Sehet meine Hände und meine Füße: ich bin's selber. Fühlet mich an und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, daß ich habe. 40 Und da er das sagte, zeigte er ihnen Hände und Füße. 41 Da sie aber noch nicht glaubten, vor Freuden und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen? 42 Und sie legten ihm vor ein Stück von gebratenem Fisch und Honigseim. 43 Und er nahm's und aß vor ihnen. 44 Er sprach aber zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war; denn es muß alles erfüllet werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz Mose's, in den Propheten und in den Psalmen. 45 Da öffnete er ihnen das Verständnis, daß sie die Schrift verstanden, 46 und er sprach zu ihnen: Also ist's geschrieben, und also mußte Christus leiden und auferstehen von den Toten am dritten Tage 47 und predigen lassen in seinem Namen Buße und Vergebung der Sünden unter allen Völkern und anheben zu Jerusalem. 48 Ihr aber seid des alles Zeugen. 49 Und siehe, ich will auf euch senden die Verheißung meines Vaters. Ihr aber sollt in der Stadt Jerusalem bleiben, bis ihr angetan werdet mit der Kraft aus der Höhe. 50 Er führte sie aber hinaus bis gen Bethanien und hob die Hände auf und segnete sie. 51 Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel. 52 Sie aber beteten ihn an und kehrten wieder gen Jerusalem mit großer Freude 53 und waren allewege im Tempel, priesen und lobten Gott.

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Studienbibel

Vers-für-Vers-Notizen

Verse 24:13-27 Deep

Auferstehungserkenntnis braucht geöffnete Schrift

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Die Emmausjünger sind dem auferstandenen Christus nahe und verstehen doch nicht. Jesus entlarvt ihre Langsamkeit, allem zu glauben, was die Propheten gesagt haben, und zeigt damit, dass Auferstehungsstaunen ohne Schriftauslegung das Herz noch immer im Halbdunkel lässt.

Wichtige Bibelstellen
Verse 24:44-49 Standard

Der auferstandene Christus verwandelt Verstehen in Zeugnis

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Jesus öffnet den Jüngern den Sinn nicht nur für privates Staunen. Schrift, Buße, Vergebung und die Völker werden so verbunden, dass Verstehen zur Sendung wird.

Wichtige Bibelstellen
Hintergrund und Spracheinsichten Originalsprachen, kultureller Kontext und warum sie das Lesen dieses Kapitels verändern.
Hintergrund

Kultureller Kontext

Luke 24 · Welt des Auferstehungszeugnisses und der geöffneten Schrift Zum Text

Lukas 24 steht am Scharnierpunkt, an dem verwirrte Jünger lernen müssen, die Auferstehung zusammen mit Mose, den Propheten und den Psalmen zu lesen.

Moderne Leser konzentrieren sich womöglich auf emotionales Staunen und übersehen, wie unerbittlich das Kapitel Auferstehungssicht an Schriftauslegung bindet.

Es verwandelt das Kapitel von einem Wunderbericht in einen Ruf, die ganze Schrift durch den auferstandenen Christus zu lesen.

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