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Zeitlose biblische Lehren

Memorandum an Laodizea

Apr
16
Jesus kommt bald!

Sendschreiben vom Generalsupervisor der himmlischen Hauptzentrale Zion, Jesus Christus, an alle Overseer aller Gemeinden seit Pfingsten bis zur Entrückung. Der „Amen“, der Anfang aller Schöpfung Gottes, der treue und wahrhaftige Zeuge, der berechtigt ist zu den Lauen zu sagen: „Ich weiss deine Werke. Weil du lau bist, werde ich dich ausspeien, wo du nicht den Sinn änderst und mich wieder einlässt.“
Offb 3,14-22 | 2Kor 1,20

Memorandum an Laodizea - Lauheit
Memorandum an Laodizea – Lauheit

 

Die Tragik: der Laue realisiert kaum noch, dass er lau ist, so wie der Schlafende nicht wahrnimmt, dass er schläft, und der Verführte nicht merkt, dass er verführt ist. So ist das Memorandum aus dem Himmel ein Weckruf der Liebe Gottes! Aber Laue resignieren schnell uns sagen sich: „Wir sind doch reich. Wir haben schöne Gottesdienste mit toller Musik und viel Lobpreis. Wir haben vielerlei Anlässe und Seminare. Wir decken für Jung und Alt die Bedürfnisse ab, und das alles in möglichst gute Gemeindezentren. Wir haben auch immer mehr gebildete und wohlhabende Leute und sind bei vielen „feinen Weltmenschen“ recht akzeptiert. Sogar in der Politik versuchen wir etwas „Christliche Moral“ einzubringen. Wir verpatzen auch nicht mehr unsere Stellung in der Bevölkerung mit plumper Evangelisation „in der Sprache Kanaans“. Und das tun wir doch alles aus Liebe zum Herrn.“
1Pet 4,12-19 | Jak 4,4-10 | 1Kor 1,22-29

 

Das Urteil des Generalsupervisors

Du weisst nicht wie elend, arm, blind und nackt du bist. Wo ist dein prophetischer Dienst aus brennender Liebe an einer immer gerichtsreiferen Endzeitgeneration? Wo sind deine echt geistbegabten Berufenen für „den Dienst der Versöhnung“, um Mitmenschen dem höllischen Feuer zu entreissen? Du unternimmst alles Mögliche, um Gemeindewachstum zu erreichen, weil du arm an echter geistlicher Frucht bist. Deine geistliche Kinderstube mit Neubekehrten ist dein Schwachpunkt. Aber damit willst du dich nicht unter Druck setzen lassen.
Jud 1,17-23 | Eph 6,18-20 | 2Kor 5,18-20 | Joh 15,1-16 | Joh 12,23-26 | Apg 6,7

 

Warum ärgerst du dich?

Wenn du ein brennendes Herz hast, nur notgedrungen mal den Gebetszeiten deiner Gemeinde fern bleibst und traurig bist, wenn sich nicht Monat für Monat wenigstens ein paar Menschen bekehren, dann hast du keinen Grund, dich an diese Ermahnungen zu ärgern. Sie treffen dich ja nicht. Leide getrost mit dem Herrn der Gemeinde und den anderen Erweckten.
Röm 12,9-21 | Phil 1,27-30 | Röm 8,17 | Kol 1,24-29

 

Wie sehr der Herr trotz allem liebt, erkennen wir daran, dass er nicht blossstellt. Er rät nur, von ihm geläutertes Gold (=kann ganzheitliche Auslegung des Wortes Gottes sein), weisse Kleider und Augensalbe zu kaufen. Obwohl er vor die Türe hinausgedrängt worden ist, läuft er nicht weg, sondern klopft weiter an und bittet um Einlass und echte Gemeinschaft.
Nur die, die trotz seiner Liebe und Gnade den Sinn nicht ändern wollen, speit er aus, muss er ausspeien, sonst wäre der neue Himmel schnell nicht mehr der Ort der verheissenen Gottseligkeit.
1Kor 1,9

 

Kaufen? Also doch Leistung erbringen!

Es ist nötig zwei Sachen ehrlich auseinanderzuhalten: 1. Gnade zur Errettung und 2. Gnade zum Mitbauen an der Gemeinde Gottes. Zu meiner Errettung kann und muss ich nichts tun. Ich kann sie nur annehmen. Wenn ich dann aber als „Neuschöpfung“, mit der mir geschenkten Gnadenbefähigung, „den Dienst der Versöhnung“ nur mit Holz, Heu und Stroh statt mit Gold, Silber und Edelsteinen verrichte, erleide ich am Richterstuhl Christi (=Bema) doch Schaden. Ich bin zwar errettet, aber keinen Lohn zu empfangen, wird doch eine Blamage sein.
1Kor 15,10 | 2Kor 11,23 | Eph 4,11-16 | Eph 2,8-10 | 2Kor 5,17-20 | 1Kor 3,10-15

 

Eine eigenartige Einstellung

Ich hörte kürzlich (2003) eine gute Predigt darüber, dass ich weder etwas tun kann noch tun muss, um gerettet zu werden. Die an sich richtige, aber vielleicht etwas einseitige Verkündigung, löste ein überdurchschnittlich gutes Echo aus. In der Stille vor Gott fragte ich nach dem Warum. Eine wichtige Frage bei jeder eigenen und jeder Reaktion anderer, auch bei der Betreuung von Menschen (Seelsorge). Mir wurde klar, die Botschaft war eine Beruhigung für die Lauen, denen schnell alles zu viel ist, was sie für Jesus und zur Rettung Verlorener tun könnten und sollten, hat doch Jesus selber gesagt: Wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. Sie waren froh, nicht etwas tun zu müssen, schon gar nicht etwas, was sie exponieren und ihnen Missverständnisse einbringen könnte.
Mt 12,30 | 1Kor 15,10 | 1Kor 10,27-28 | 1Kor 11,23

 

Also doch Leistung erbringen? Nein, wenn damit etwas zu meiner Rettung verdient werden soll. Aber wenn es darum geht, als Gerettete mit Jesus zu suchen und zu sammeln, was verloren ist, sage ich laut: Ja! Von Gottes Seite und von Seite der Gläubigen ist so viel zu meiner Rettung getan worden. Ich aber möchte lieber unverbindlich bleiben. Das wäre im Widerspruch zur Liebe Gottes, die uns drängt.
Apg 1,8-23 | Apg 19,8-10 | Lk 19,10 | Eph 4,11-16 | 2Kor 5,14-15

 

Was meint das alles?
  • Unter anderem Mt 11,28-30: „Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin…“
  • Unter anderem Jk 1,2-4: „Haltet es für lauter Freude… wenn ihr in mancherlei Prüfungen geratet…“
  • Unter anderem 1Pet 4,12-19: „Frohlockt, wenn euer Glaubensleben Widerstand auslöst…“

Das alles kostet uns etwas, aber es bringt uns auch Jesus Christus mit seiner Herrlichkeit in unser Leben.

 

Wie kann man Jesus vor die Tür hinaus drängen?

Da braucht es gar keine besondere Aktion. Immer wenn ich froh bin, dass mir „der Weg dem Lamme nach“ nicht ganz so schmal, nicht ganz so kreuzklar, nicht ganz so schmachvoll verkündigt wird, dränge ich das Lamm, das die Sünde der Welt trägt, vor meine Herzenstüre hinaus. Das möchte ich zwar keinesfalls, ich möchte ihn vielmehr in seiner Macht erleben, aber ohne den Preis meines eigenen Lebens zu bezahlen. Das Hingeben meiner selbst an Jesus ist mir „harte Rede“, die ich kaum ertrage.
1Pet 2,19-24 | Mt 7,13-14 | Mk 8,34-35 | Heb 13,12-14 | Joh 6,60-63

 

Das Problem: Auch der Laue möchte Jesus erleben, aber der Preis ist ihm zu hoch. So redet er denn gerne von Erweckungen, von mächtigen Geisteswirkungen und Heilungen, aber den Preis dafür zu zahlen ist etwas anderes. Erweckungen kommen nie durch Hinreise, sondern durch Hingabe! So lasst uns eifrig sein und unsere Haltung ändern. Jesus klopft an, aber er bricht nicht ein. Er respektiert unseren freien Willen.
Offb 3,19

 

Wer überwindet, der…

Gegen Schluss von jedem der sieben Sendschreiben in Offenbarung zwei und drei steht: „Wer überwindet, der…“. Wer sich wieder zu Liebe und Eifer erwecken lässt, darf erleben wie Jesus Christus wieder bei ihm einkehrt und mit ihm isst und er mit ihm. Und statt ausgespieen zu werden, darf er sich schliesslich auf seinen Thron setzen beim Vater. Das ist der biblische Weg, der alle Angst vor dem Ausgespieenwerden in Freude verwandelt.
Offb 22,17

 

Ein untrüglicher Test

In jeder Gemeinde gibt es leider auch Laue. Wenn ich diese Lauen nicht als Not empfinde, bin ich selber auch lau und es mangelt mir an echter Liebe.
Offb 2,4-5

 
Armin Reichenbach
 

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