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Zeitlose biblische Lehren

Jesu Megasieg!

Mrz
02
Die Traditionelle Ansicht

Die traditionelle Ansicht besagt, dass Jesus im Garten Gethsemane, noch vor dem Kreuzestod, sich in einem fürchterlichen Angstkampf (Agonia) befunden habe. Wir stellen uns die Frage: „Passt diese Ansicht wirklich in das Gesamtbild unseres Heilandes der Welt?“. Jesus sprach immer mutig, oft geradezu zuversichtlich von seinem irdischen Ende, seiner Auferstehung und Himmelfahrt, seinem Reich und seiner Wiederkunft.

Jesu Megasieg!
Jesu Megasieg!


 

Niemand konnte ihn festnehmen bis zu „seiner Stunde“

Kein Mensch ist je bei Gott in den Himmeln gewesen, aber Jesus ist zu uns herabgestiegen, um dann als Menschensohn am Kreuz erhöht zu werden, damit jedem biblisch Glaubenden ewiges Leben zuteil wird. Jesus wollte bewusst das prophetische Wort von der erhöhten, ehernen Schlange erfüllen (4Mo 21,4-9 / Joh 8,28-30).

Lk 22,39-44

39 Und er ging nach seiner Gewohnheit hinaus an den Ölberg. Es folgten ihm aber auch die Jünger. 40 Und als er dahin kam, sprach er zu ihnen: Betet, dass ihr nicht in Anfechtung fällt! 41 Und er riss sich von ihnen los, etwa einen Steinwurf weit, und kniete nieder, betete 42 und sprach: Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe! 43 Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. 44 Und er geriet in Todesangst und betete heftiger. Und sein Schweiß wurde wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen.

Joh 12,23-24

23 Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Joh 3,13-16

13 Und niemand ist gen Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn. 14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, 15 auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. 16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Ein weiteres Wort voller göttlicher Entschlusskraft: Sein Leib wird nicht nur wie ein Zelt „abgebrochen“, sondern nach drei Tagen in Himmlischer Manier wieder „aufgerichtet“. Bei all dem, was Jesus gesagt hat, ist kein „Tönchen“ von Verzagtheit herauszuhören. Jesus wusste um seine Stunde des irdischen Endes (Joh 2, 19-22 / Phil 3,20-21 / Joh 12,27,32-34 / Joh 7,6-8,30,44).

Er erschrak keineswegs, als man ihn zur Stadt hinaus stiess und vom Bergrand hinabstürzen wollte. Jesus schritt souverän durch die so sehr zu Unrecht und mit Wut erfüllte Volksmenge hinweg.(Lk 4,28-30 / Joh 8,20)

Wiederholt versuchten die Schriftgelehrten und die Ersten des Volkes Jesus umzubringen, aber bis der Menschensohn zum Abschluss seines irdischen Lebens ein letztes Mal in den Garten Gethsemane ging, konnten sie ihn nicht greifen.

In Gethsemane änderte sich etwas grundlegend

Das Wort sagt, dass Jesus sein Angesicht fest darauf richtete, nach Jerusalem zu gehen. Nach einer weiteren Ankündigung seines Leidens und Sterbens, aber auch seiner Auferweckung, wurde der Einzug in Jerusalem, die Einsetzung des Herrenmahls, die Vorbereitung des Verrats durch Judas Iskariot und Anderes Tatsache.

Lk 9,51

51 Es begab sich aber, als die Zeit erfüllt war, dass er in den Himmel aufgenommen werden sollte, da wandte er das Angesicht, entschlossen, nach Jerusalem zu wandern.

Mat 20,17-19

17 Und Jesus zog hinauf nach Jerusalem und nahm die zwölf Jünger beiseite und sprach zu ihnen auf dem Wege: 18 Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, und der Menschensohn wird den Hohenpriestern und Schriftgelehrten überantwortet werden; und sie werden ihn zum Tode verurteilen 19 und werden ihn den Heiden überantworten, damit sie ihn verspotten und geißeln und kreuzigen; und am dritten Tage wird er auferstehen.


 
Und nun war es soweit, dass Jesus sich ein letztes Mal mit seinen Jüngern in Gethsemane zurückzog – ganz offensichtlich zu besonderer Gebetsgemeinschaft mit dem Vater. Und jetzt geriet Jesus in einen schweren Angstkampf (Agonia). Der Kampf war so heftig, dass er körperlich sogar an die Grenzen des Lebens kam. Der Vater musste ihn durch einen Engel stärken, offenbar damit er nicht gleich dort in Gethsemane verschied. Es muss für den, der von keiner Sünde wusste, grässlich gewesen sein, für uns zur Sünde zu werden. Was die Not für Jesus noch unerträglicher machte, war die Tatsache, dass unsere Sünden, die er auf sich nahm, ihn von seinem geliebten Vater trennten. Trennung von Gott durch Sünde bedeutete schon für Adam und Eva Tod, auch wenn sie nicht gleich umfielen und starben. Es ist klar im Auge zu behalten, dass unser leiblicher Tod eigentlich nur eine natürliche Auswirkung des vorangegangenen inneren Todes ist, nämlich der Trennung von Gott, der Quelle des Lebens.
Nur durch biblischen Glauben an Jesus Christus kommt der Mensch aus diesem inneren Tod ins Leben hinüber. Der nicht biblisch Glaubende bleibt im Tod, schliesslich im „zweiten Tod“, in der unabänderlichen Trennung von Gott. Das war des Menschensohnes Situation bei seinem letzten Besuch Gethsemane. Er wollte nicht vor der Erhöhung am Fluchholz sterben, denn damit wären die Schriften nicht erfüllt und das Heil nicht vollbracht worden. Darum brachte er in den Tagen seines Fleisches Bitten, Flehen, starkes Geschrei und Tränen vor dem, der Ihn vom Tode erretten konnte „und Er ist erhört worden“. Dieses „Er ist erhört worden“ wäre komisch, wäre Jesus in Gethsemane in einem Angstkampf (Agonia) vor dem Kreuzetod auf Golgatha geraten. Es müsste dann eigentlich heissen: „… und ist nicht erhört worden.“.
 

Nach der Agonie

Ob es einen kleinen Einblick in ein grosses Geheimnis ist, wenn wir sagen: Jesus durfte offenbar nichts von seiner Gottessohnschaft in Anspruch nehmen, um sich sein Los als Menschensohn, der stellvertretend unsere Sünden trug, zu erleichtern. Er musste ganz als Mensch sterben.
Zu Beginn seiner Gefangennahme trat ein letztes Mal etwas von der leibhaftig in Ihm wohnenden Fülle der Gottheit in Aktion. Jesus antwortete der bewaffneten Schar mit den Dienern der Oberen der Juden: „Ich bin es“ und schon fielen diese Männer zu Boden. Petrus verlor die Fassung und schlug dem Malchus ein Ohr ab. Jesus heilte des Hohepriesters Knecht sofort und sagte zu seinem Jünger: „Oder meinst du, dass ich nicht meinen Vater bitten könnte, und er mir jetzt mehr als zwölf Legionen stellen werde?“. Aus Liebe zu uns bat er den Vater nicht darum! So blieb Jesus für die Zeit von seiner Gefangennahme bis zu seiner Auferweckung von seinem geliebten Vater getrennt. Darum schrie er laut: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“. Er war also ganz und gar von Gott getrennt und damit im Tod. Da er aber ohne eigene Sünde war, vermochte ihn der Tod nicht festzuhalten so konnte der Vater ihn auferwecken. Deshalb ist er der Erstling aus den Toten.
 

So gesehen wird uns Jesus noch grösser und noch lieber

Für’s Erste sagt uns das Neue Testament, dass der Menschensohn in Allem wie wir versucht worden – jedoch ohne Sünde geblieben ist! Uns zu gut lebte er äusserst vorsichtig, denn wäre ihm auch nur eine Sünde „passiert“, wäre er wie wir erlösungsbedürftig geworden. So hätten wir keinen Fürsprecher beim Vater. Wir wären alle ewig verloren. So wie Jesus siegreich überwand, sind wir in ihm gnadenbefähigt, auch siegende Überwinder zu sein. Wir sollen wie er nicht sündigen, auch wenn wir wissen dürfen, dass wir notfalls bei unserem Heiligen Vater einen Fürsprecher haben.
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Andererseits wurde Jesus, wenn auch durch den Heiligen Geist gezeugt, von Maria als Menschensohn geboren. Und wir, die wir Jesus bewusst aufgenommen haben, dürfen aus Gnade aus Gott geborene Menschen und Gottes Kinder sein. Jesus durfte seine Gottessohnschaft beim Erlösungswerk für uns nicht zu seiner Erleichterung brauchen. Er überwand, litt und starb ganz als Menschensohn, weil ihn sein Vater unserer Übertretungen (=Sünden) wegen verlassen musste. Im Unterschied zu ihm dürfen wir aus Gott geborenen Menschenkinder die uns geschenkte Gotteskindschaft brauchen, um in dieser Welt wie er zu leben.
Drittens: Er ist beim letzten Besuch in Gethsemane nicht auf einmal menschlich schwach geworden, indem er lieber nicht für uns am Kreuz für uns gestorben wäre. Nein, seine Liebe zu uns ist so gross, dass er keinesfalls verfrüht in Gethsemane sterben wollte, ohne die Schriften erfüllen und für uns das ewige Heil vollbringen zu können.
 
So ist unser Heiland, so ist seine Liebe! So wollen auch wir ihn lieben: in der Agape (=Liebe Gottes), die bei unserer Geburt aus Gott durch den Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossen worden ist. Amen!
 

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